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Content Marketing

Um was geht es bei Content Marketing. Hier fünf Thesen:


  1. Content Marketing ist ein Instrument des Digitalen Marketings.
  2. Wer Content Marketing betreibt, betreibt damit ein eigentliches Geschäft.
  3. Content Marketing verlangt nach einem professionellen Ansatz.
  4. Content Marketing ist Vermittlung von relevanten Informationen.
  5. Content Marketing trägt wesentlich zur Glaubwürdigkeit und Expertise des Unternehmens bei.

Das Content Marketing Institute ist Content Marketing eine Technik des Marketings, bei dem relevante und hochwertige Inhalte für eine Unternehmung oder ein Produkt erstellt und über digitale Kanäle verbreitet werden. Ziel ist es, mit Inhalten ausgesuchte Zielgruppen anzusprechen und mittels dieser Inhalte die Zielgruppe für sich zu gewinnen und anzubinden.. Somit sind Inhalte ein Teil der Massnahmen, um eine Community für sich aufzubauen und zu unterhalten.


Content Marketing ist viel mehr als eine Produktbeschreibung oder ein Werbeslogan für die Unternehmung oder die Institution. Content Marketing ist nicht einfach Werbung, sondern es ist die Summe aller Publikationen, die schliesslich demselben Ziel dienen, nämlich dem Unternehmen, der Institution, dem Produkt oder dem Mensch eine Geschichte und somit ein Profil zu geben.

Nun, es ist eine Gratwanderung zwischen werblichem, faktischem und emotionalem Inhalt den es bei Content Marketing zu erstellen, zu verfassen und produzieren gilt. Agenturen, eine wie Contentbox (siehe neben stehenden Spickzettel) geben Standards vor, welcher Art und Qualität Content sein sollte. Klar, dass dabei der Anspruch hochgeschraubt ist. Nicht jede Unternehmung wird nun in der Lage sein, auf diesem geforderten Niveau Contents zu produzieren. so steht sie den vor der Frage, selber übern und basteln oder outsourcen. Welche Kriterien beim Entscheid Inhouse oder Outhouse zu bedenken sind, ist auf der folgenden Infografik unter dem Stichwort Content Strategie zu entnehmen. Manchmal ist weniger mehr. Davon zeugt zum Beispiel der Blog von Niantic Labs, dem Softwarehersteller von Pokémon Go.

Content Marketing sollte alles andere als textlastig sein. An welche Digitalen Formate dabei gedacht werden können, zeigt folgende Tabelle.


Content Formate

Die Aufzählung ist nicht abschliessend. Grundsätzlich ist der Fantasie keine Grenze gesetzt. Ideal und für virale Effekte eigen sich selbstredend alle Formate, die man ohne Probleme per Email oder auch einfach copy&paste an seine Bekannten schicken kann.

Wie im nachfolgenden Blogbeitrag beschrieben und in weiteren Posts vertieft wird, ist der Blog, oder noch präziser der Corporate Blog. Er bildet heutzutage quasi der Rückgrad der Unternehmenskommunikation. Nicht nur die aktuellsten Beiträge sind von Bedeutung, sondern der ganze Blog. Je länger zurück er in die Vergangenheit er reicht, also in vielen Jahren aufgebaut wurde, desto relevanter wird er für die Unternehmensgeschichtsschreibung. Der Vergleich mit altem Wein drängt sich auf. Je älter der Wein, desto kostbarer und genussvoller ist er. Allerdings gilt auch, dass ein dünner Wein nie ein guter alter Wein werden kann. 

Content Marketing Ziele

Bevor wir uns mit der Content Marketing Strategie befassen, seine hier zuerst die möglichen Ziele erwähnt. 

Zuerst gilt: Ohne Zweck und Absicht wird kein Content produziert. Nur zur Unterhaltung und Freude der Autoren dient die Sache nicht. Damit ist natürlich auch gesagt, dass es den Autoren grundsätzlich schon Spass machen soll, das Unternehmen inhaltlich im besten Licht erscheinen zu lassen.

Schliesslich soll Brand Awareness (Steigerung der Markenbekanntheit) erzielt werden. Zudem soll der Traffic auf der Webseite gesteigert werden.

Ein weiteres Ziel ist die Leadgenerierung: Gewinnung neuer Kundenadressen zwecks Generierung von neuen Kundenkreisen.

Die grösste aller Künste im Content Marketing ist vermutlich die Customer Conversion. Der Besucher der Webseite, des Blogs usw. soll zu einer konkreten Handlung geführt werden. Im Idealfall soll das ein Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung sein.

Cross- und Upselling ist auf jeden Fall auch ein Ziel des Content Marketings.














Content Marketing Strategie

Was man sicher nicht tun sollte, ist einfach so ohne Konzept, Plan und ohne Strategie drauflos Content zu produzieren. Man ist sehr gut beraten, wenn man sich mit Strategiefragen auseinandersetzt. Dazu die nebenstehende Grafik der Firma Zencontent.


Als Faustregel kann man sich das KUDOS-Modell zu eigen machen das von Charlene Li und Josh Bernoff entwickelt wurde. Gemäss Li/Bernoff soll relevanter Content folgende Anforderungen erfüllen.

K für Knowledgeable
Die Aktivitäten auf den Social Media Plattformen sollen für den Konsumenten einen Wiedererkennungswert haben.


U für Useful
Der Content soll einen Mehrwert und Nutzen für den Kunden bieten.

D für Desirable
Der zu verbreitende Content soll nicht nur nutzungsorientierter Mehrwert darstellen, sondern auch begehrenswerter, also Emotionen ansprechender Inhalt sein.

O für Open
Inhalte sollen authentisch, glaubwürdig und transparent gestaltet werden, um so das Vertrauen der Konsumenten zu gewinnen.


S für Shareable
Die angebotenen Inhalte sollen vorzugsweise in Formen verpackt werden, die als "leichte" Files ohne Weiteres verschickt, kopiert und gepostet werden können.


Zu Letzterem ist beizufügen, dass man den Weiterleitungswilligen das Leben wesentlichen vereinfachen kann, wenn den Inhalten ein Creative Commons Label beigefügt wird. So macht Teilen Spass und die Leute haben Freude als Trendsetter aktiv zu sein. Denn was mehr als Trends wollen wir mit Content Marketing schaffen?

Wer sich inspirieren will, findet bei Pinterest vermutlich alles was es zu Content Marketing zu sagen gibt.

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