Direkt zum Hauptbereich

Glossar: Robot Recruiting

Eine Definition findet sich auf Employer Branding Now:

"Mit dem Begriff Robot Recruiting wird eine teilweise Automatisierung des Rekrutierungsprozesses beschrieben, bei dem Beurteilung und Auswahl eines Bewerbers anhand von Algorithmen durchgeführt werden. Durch den Einsatz einer datenbasierten Analysesoftware soll gewährleistet werden, dass der Auswahlprozess sowohl schnell und effizient als auch gerecht und frei von irgendwelchen Vorurteilen ablaufen soll.
Vor- und Nachteile beim Robot Recruiting
Der größte Vorteil des Robot Recruiting wird in dessen Gerechtigkeit bei der Auswahl gesehen. Denn gerade im Hinblick auf die Gleichberechtigung verschiedenster Gruppen urteilen Algorithmen gerechter als Menschen, da sie keine Rücksicht auf Geschlecht, Ethnie oder Hautfarbe nehmen. Beim Robot Recruiting reichen Zahlen und Fakten aus. Die Software liest eingescannte Bewerbungen sowie eingereichte Fragebögen aus und beurteilt den dahinter stehenden Bewerber binnen Sekunden.
Vonseiten des Bewerbers sind daher auch keine besonderen Stilvorgaben erforderlich und die Formulierungen können einfach gehalten werden.
Die größte Skepsis gegenüber diesem Verfahren kommt vonseiten der Bewerber selbst, denn diese ziehen in aller Regel eine Bewerbung in herkömmlicher Form der standardisierten Formularbewerbung vor. Laut der Studie "Recruiting Trends 2015" des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) an der Universität Bamberg bevorzugen die meisten Bewerber nach wie vor die E-Mail als Bewerbungsform. Die größte Befürchtung liegt darin, wegen vergleichsweise geringer Formfehler nicht angenommen bzw. vom Algorithmus ausgeschlossen zu werden.
In den USA wird Robot Recruiting bereits von 95 Prozent aller Unternehmen eingesetzt. Auch Unternehmen aus Deutschland geben im Rahmen Studie "Recruiting Trends" an, dass sich die Kandidatenvorauswahl damit beschleunigen ließe. Rund 43 Prozent der Studienteilnehmer heben die diskriminierungsfreie Auswahl per Algorithmus hervor."

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Customer Journey - Mehr als ein Buzzword im Online Marketing

Die Customer Journey beschreibt den Prozess, den der Kunde vom Kaufimpuls bis hin zum Kaufabschluss - und wohl auch darüber hinaus - entlang den Kontaktpunkten des Anbieters, dem Brand, und dessen Produkten und Dienstleistungen durchschreitet.

Wie folgende Darstellung klar macht, steckt hinter dem Begriff eine ungeahnte Komplexität. Die Anforderung an die Unternehmen ist erdenklich hoch und verlangt eine Prozessorganisation.

Bitter vielleicht der Hinweis, dass je schmerz- und reibungsloser der Kunde den ganzen Prozess erlebt, desto perfekter ist im Hintergrund die Customer Journey organisiert.









































Als Hauptbegriffe des Customer Journeys tauchen folgende Worte auf:

Awarness = Ausmerksamkeit
Consideration = Abwägung
Intent = Absicht
Purchase = Kauf
Support
Loyality = Treue
Advocacy = Fürsprache

Wie so oft, werden Begriffe und Buzzwords mehrfach interpretiert und umdefiniert. Entscheidend ist zu verstehen, dass mit Customer Journey jede Phase betrifft während der ein Kunde mit einer Unternehmun…

PostAuto AG PubliBike AG - So lanciert man kein neues Produkt

Fast den ganzen langen Sommer 2018 kam PubliBike AG nicht aus den Schalgzeilen. Grund waren die offensichtlich leicht mit einem Smartphone zu knackenden Schlösser der eBikes der PostAuto AG. Waren es zuerst vorallem in Bern zahlreiche Fahrräderschlösser, die genackt wurden, folgten auch entsprechende Meldungen aus Zürich. PubliBike musste die ganze Flotte zur Nachrüstung einziehen und die Lancierung verschieben. Nicht gerade ein vertrauensfördernder Vorgang. Betrifft es nicht das eBike selber, so stellt sich die Frage, ob der Anbieter das Geschäft, sprich die Fahrzeugtechnik im Griff hat oder ob auch da Mängel auftreten werden? Keine günstige Ausgangslage, dass die Mietvelos auch sofort rege genützt werden.
Sicher haben die Produktverantwortlichen nicht die Absicht gehabt, PubliBike erst im Herbst zu lancieren, wenn es bisher auch ein wirklich verlängerter Sommer ist. (By the way:bei der Abfassung dieses Posts zeigte das Thermometer um 16:20 h 27° C an.) Möglicherweise wäre es klüger …

Digital Storyboard - Das Drehbuch

Wozu braucht es ein Drehbuch? 1.Wie es fast immer in beruflichen Bereichen einen Plan braucht, braucht eine gute Geschichte ein Drehbuch.2.Ein Drehbuch hat seine eigene Entstehungsgeschichte.Es entsteht in einem Prozess lange bevor es dann auch umgesetzt wird.3.Im Drehbuch wird nicht bloss eine Geschichte geschrieben, sondern auch die Anweisung, wie die Geschichte inszeniert werden soll in Bezug auf alle Faktoren und Facetten die eine Geschichte schliesslich ausmacht. Nachdem wir nun vor Augen haben, wie eine Geschichte ihren Anfang nimmt, beschäftigen wir uns mit der Methode wie man das Gerüst verkleidet und das Haus mit Leben füllt. Dazu dient uns die Methodik des Drehbuches. Angelehnt an die lange Tradition des Filmemachens vertrauen wir auf die Prozesse bei der Entstehung einesFilmdrehbuches. Peter Hant hielt in seinem Werk „Das Drehbuch“ fest, dass in einem eigentlichen Drehbuch nur beschrieben wird, was zu sehen und zu hören ist. Gedanken oder Absichten haben in einem Drehbuch kei…