Direkt zum Hauptbereich

Digital Vitae - Personal Branding - Die Einführung

Jahre des Herumspielens auf Social Media Plattformen liegen hinter uns. Dabei haben wir zwar viel gelernt, sofern man zu den Digital Immigrants gehört - die Digital Native haben es mit der Muttermilch aufgesogen, hört man - und dabei haben wir die Unschuld verloren. Denn man hört auch - vom Lesen geht schlecht, denn es scheint, man schweigt sich über das Thema eher noch aus - dass es Menschen gibt, die unsere Posts und Kommentare nicht bloss lesen und bestenfalls mit einem Gefällt mir quittieren, sondern die hingehen daraus private Profile über selbstverständlich als Talente erkennbare Menschen anlegen. Es mag ein Gerücht sein, doch die Idee an und für sich hat etwas. 

Davon ausgehend, dass man über Jahre über einen bestimmten Menschen à la Big Data alles sammelt, ordnet und bewertet, was je über und von diesem Menschen öffentlich wird, so wird ein Profil entstehen, dessen Genauigkeit nicht zu überbieten ist, das mehr preisgibt über den Menschen als er selber noch von sich weiss. Abgesehen von den Geheimdiensten, die an solchen Informationen immerhin dann interessiert sind, wenn es sich bei einem Menschen am Rand des gesellschaftlich akzeptierten handelt, wären derart definierte Profile für potentielle Arbeitgeber von unschätzbarem Wert. Besonders wenn es darum geht für eine Aufgabe das beste Talent zu finden und zu engagieren.

Doch wie heikel ist aus rechtlicher Sicht eine derartige Datensammlung über einzelne Menschen anzulegen? Welches Gesetz regelt solche Vorgänge? Wer verhindert den Missbrauch und wie schützt sich jedeR Einzelne von uns dagegen?

Angenommen, es ist wahr und wir stehen unter ständiger Beobachtung von sprichwörtlichen Kopfjägern, zumindest wenn wir ei ne Karriere planen und unsere Talente nicht nur im besten Licht erscheinen lassen wollen, sondern auch belegen, dass wir mit den Gaben auch laufend arbeiten, Erfolg haben oder auch nur zu unseren Misserfolgen stehen, sollten sich solche wider besseres Wissen ergeben? Müssen wir uns beobachtet fühlen und unser Leben einer totalen Selbstkontrolle unterziehen? Darf uns kein "Unfall" mehr passieren, egal welcher Art sich dieser ereignet? Wären wir dann noch frei oder würden wir zu Gejagten?

Es gibt Hoffnung! So wie Schwimmen, Fahrradfahren, ja auch Autofahren zur Allgemeinbildung gehört sowie die erste oder zweite Fremdsprache, so gehört das Führen einer Digital Vitae zum Palmares eines modernen Lebens.

In diesem Blog will ich unter dem Label Personal Branding diese Digital Vitae entwickeln und Hilfestellung bieten, damit Talente nicht an Banalitäten verschwendet werden.



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Customer Journey - Mehr als ein Buzzword im Online Marketing

Die Customer Journey beschreibt den Prozess, den der Kunde vom Kaufimpuls bis hin zum Kaufabschluss - und wohl auch darüber hinaus - entlang den Kontaktpunkten des Anbieters, dem Brand, und dessen Produkten und Dienstleistungen durchschreitet.

Wie folgende Darstellung klar macht, steckt hinter dem Begriff eine ungeahnte Komplexität. Die Anforderung an die Unternehmen ist erdenklich hoch und verlangt eine Prozessorganisation.

Bitter vielleicht der Hinweis, dass je schmerz- und reibungsloser der Kunde den ganzen Prozess erlebt, desto perfekter ist im Hintergrund die Customer Journey organisiert.









































Als Hauptbegriffe des Customer Journeys tauchen folgende Worte auf:

Awarness = Ausmerksamkeit
Consideration = Abwägung
Intent = Absicht
Purchase = Kauf
Support
Loyality = Treue
Advocacy = Fürsprache

Wie so oft, werden Begriffe und Buzzwords mehrfach interpretiert und umdefiniert. Entscheidend ist zu verstehen, dass mit Customer Journey jede Phase betrifft während der ein Kunde mit einer Unternehmun…

PostAuto AG PubliBike AG - So lanciert man kein neues Produkt

Fast den ganzen langen Sommer 2018 kam PubliBike AG nicht aus den Schalgzeilen. Grund waren die offensichtlich leicht mit einem Smartphone zu knackenden Schlösser der eBikes der PostAuto AG. Waren es zuerst vorallem in Bern zahlreiche Fahrräderschlösser, die genackt wurden, folgten auch entsprechende Meldungen aus Zürich. PubliBike musste die ganze Flotte zur Nachrüstung einziehen und die Lancierung verschieben. Nicht gerade ein vertrauensfördernder Vorgang. Betrifft es nicht das eBike selber, so stellt sich die Frage, ob der Anbieter das Geschäft, sprich die Fahrzeugtechnik im Griff hat oder ob auch da Mängel auftreten werden? Keine günstige Ausgangslage, dass die Mietvelos auch sofort rege genützt werden.
Sicher haben die Produktverantwortlichen nicht die Absicht gehabt, PubliBike erst im Herbst zu lancieren, wenn es bisher auch ein wirklich verlängerter Sommer ist. (By the way:bei der Abfassung dieses Posts zeigte das Thermometer um 16:20 h 27° C an.) Möglicherweise wäre es klüger …

Digital Storyboard - Das Drehbuch

Wozu braucht es ein Drehbuch? 1.Wie es fast immer in beruflichen Bereichen einen Plan braucht, braucht eine gute Geschichte ein Drehbuch.2.Ein Drehbuch hat seine eigene Entstehungsgeschichte.Es entsteht in einem Prozess lange bevor es dann auch umgesetzt wird.3.Im Drehbuch wird nicht bloss eine Geschichte geschrieben, sondern auch die Anweisung, wie die Geschichte inszeniert werden soll in Bezug auf alle Faktoren und Facetten die eine Geschichte schliesslich ausmacht. Nachdem wir nun vor Augen haben, wie eine Geschichte ihren Anfang nimmt, beschäftigen wir uns mit der Methode wie man das Gerüst verkleidet und das Haus mit Leben füllt. Dazu dient uns die Methodik des Drehbuches. Angelehnt an die lange Tradition des Filmemachens vertrauen wir auf die Prozesse bei der Entstehung einesFilmdrehbuches. Peter Hant hielt in seinem Werk „Das Drehbuch“ fest, dass in einem eigentlichen Drehbuch nur beschrieben wird, was zu sehen und zu hören ist. Gedanken oder Absichten haben in einem Drehbuch kei…