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Das bedingungslose Grundeinkommen und die Roboter

Mein stärkstes Hauptargument für ein bedingungsloses Grundeinkommen ist die Tatsache, dass Roboter Roboter kaufen.

Damit bin ich nicht ganz derselben Meinung wie Giannis Varoufakis, der meint, dass Roboter keine Produkte kaufen. Siehe Artikel im Tagesanzeiger von gestern. Und deswegen müsste man eben Massnahmen treffen, auch weil es Tatsache geworden ist, dass die modernen Technologien zum ersten Mal in der Geschichte mehr Arbeitsplätze vernichten statt neue zu schaffen.


Ich hätte sehr gerne gelesen, woher Varoufakis das weiss. Der Journalist hätte gerne zurück fragen dürfen. Das Argument ist entscheidend. Bundesrat Berset behauptete in seinen Antworten auf entsprechende Fragen das genaue Gegenteil. (Siehe meinen Post zum Thema.)

Varoufakis meint auch, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen eine liberale Forderung sei, weil die Freiheit des Einzelnen damit erhöht würde. Er zitiert auch die Techies aus dem Silicon Valley, die mit "Seed money for everybody" Stargeld für jedermann fordern.

In der Tat, ich erinnere mich nur allzu gut an meine Startup-Zeit in den frühen 80ern als ich ab Mitte Monat kaum mehr wusste, wie ich meine Nahrungsmittel bezahlen sollte. Da gab es Monate lang kaum Geld in die Hand und als es aufwärts ging, musste ich mich mit 1'700.- Franken pro Monat währen gut zweier Jahre begnügen. Es waren kalte Winter und im Badezimmer meiner Wohnung konnte ich früh am Morgen die Atemluft sehen. Der Heisswasserboiler immerhin spendete noch genügend Wasser, um das Badezimmer aufzuheizen...

Ja, so gesehen könnte es gut sein, dass die Startup-Szene der Schweiz wachsen könnte und damit das Wetteifern um die besten Geschäftsideen. Ein weiteres Argument für das bedingungslose Grundeinkommen also.

Für weitere Argumente und Informationen wende man sich auf die Seite der Initianten.



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