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Turo - war's das Mobility?

CarSharing gab es bevor es das Internet wirklich gab. Mobility, hervorgegangen aus zwei Autoteilen-Genossenschaften, profitierte ab 1997 auf jeden Fall vom Aufkommen des Internets. Denn nur dank der ausgebauten Dienstleistung via Webseite - Kontakt mit Menschen gibt es mit Mobility nur, wenn Ärger im Anzug ist, sprich Pannen, Unfälle oder Falschparkierer zu beklagen sind - ansonsten läuft der Verkehr mit Mobility rein virtuell ab.

Ich bin seit 10 Jahren überzeugter Mobility-Kunde und zwar seit ich mitten in Biel lebe und im Umkreis von 1 km vom Smart über das Cabrio bis zum Transporter alles haben kann. Nach drei Jahren Erfahrung wusste ich, dass ich mit meinem Bedarf an zu fahrenden Kilometern nicht Genossenschafter werden muss und entschied mich einfach Kunde zu sein. Mit ca. 2'500-3'000.- Kosten pro Jahr bin ich bestens bedient und möchte auf keinen Fall Mobility missen.

Doch nun bahnt sich da ein neues Geschäftsmodell an, das Mobility in Bedrängnis bringen könnte. Ein Geschäftsmodell, das Shared Economy noch weiter treibt als Mobility selber. Die Firma die solches tut, nennt sich aktuell Turo (vormals als RelayRides unterwegs). Peer-to-Peer Car Shaering nennt sich das Modell. Gehostet wird bei Google. 
Turo funktioniert analog zu Airbnb. Statt Ferienwohnungen vermieten Privatpersonen ihr Auto.

Turo ist eine Autovermietung-Marktplatz (Plattform) auf welcher Reisende jede Art von Autos mieten können, wo immer sie wollen - das macht den wirklich grossen Unterschied zu Mobility, die mit festen Standplätzen operieren - und wohin sie immer wollen. Reisende haben eine exklusive Auswahl von Fahrzeugen aus unmittelbarere Nachbarschaft oder eben auch am Zielort ihrer Reise. Die Anbieter der Autos sind Privatpersonen, die ihr Auto für eine vereinbarte Zeit zur verfügung stellen und dafür Miete nehmen.

Turo, mit Sitz in San Francisco, gegründet 2009, ist bisher nur in den USA aktiv. In 11 Finanzierungsrunden sammelte das Unternehmen insgesamt 97 Mio $, vom Businessangel über Seed Money bis zur Serie C im letzten November in der Höhe von 47 Mio.$. In der Serie A beteiligte sich General Motors Ventures mit 3 Mio.$. 
Turbo ist nicht alleine am Start, sondern hat u.a. Flightcar, gegründet 2012 und mit insgesamt 40,4 Mio. $ finanziert, oder mit Getaround, ebenfalls gegründet 2009 und mit 41.3 Mio.$ Equity Funding ausgestattet (Serie B) einige Konkurrenten.

Nicht wie bei Airbnb ist es günstiger auf diese Weise bei Turo ein Auto zu mieten als bei einem traditionellen Autovermieter, wie folgender Kurzvergleich zeigt. 

Angebot eines Lexus in Tampa für 15 Tage
Das Beispiel: ein Convertible ab Tampa Airport von Turo und von üblicherweise günstigen Budget (wo man nicht die Garantie hat zu bekommen was man sieht).

Preisunterschied:
Turo: 1080 $ (1500 Miles inkludiert)
Budget: 952.70 $ (Vorauszahlung)

Versicherung:
Ein nicht ganz unkompliziertes Thema in den Staaten. Turo scheint eine ähnliche Politik zu verfolgen wie ganz normale Autovermieter. Es empfiehlt sich aber zuhause genau abzuklären, wie und ob man sich lieber doppelt als gar nicht versichert und dann den Schaden hat, sollte etwas passieren, was man nie hofft.


Alles in allem ist es ein interessantes Businessmodell. Ob es sich bewährt und ob die Autos in jeweils optimalen Zustand sind, kann man fast nur durch eigene Erfahrung beurteilen. Zwar garantiert Turo, sicher auch aus Haftungsgründen, dass die zur Miete stehenden Fahrzeuge den technischen und gesetzlichen Anforderungen genügen. Die Fehlertoleranz allerdings ist bei einem Auto wohl doch geringer als bei einer Wohnung, die der Beschreibung und den Kommentaren der Besucher nicht ganz entspricht.








Kommentare

  1. Was möchte uns der Autor mit diesem Artikel sagen? Dass er gern viel Geld für seine Mobilität ausgibt? Oder dass man bei Turo Autos von Privat mieten kann? Ich kann dem Artikel leider nicht viel hilfreiches abgewinnen, sorry. Der Vergleich zwischen Turo und Budget hinkt gewaltig, entbehrt jeder Grundlage. Bei keinem Vermieter bekommt man ein Lexus Cabrio für kleines Geld und bei Budget bekommt man einen Sebring oder ähnlich.

    Zu der für mich interessanten Frage nach der Versicherung gibt es hier leider nichts Gehaltvolles, "zuhause genau abklären" hilft irgendwie gar nicht.

    AntwortenLöschen
  2. Danke für den Kommentar. Ich würde gerne auf den Dialog eintreten, doch ich mag mich nicht mit gesichtslosen Hans Wurst auseinandersetzen. Zudem ist mir die latente Aggression in diesen wenigen Zeilen etwas zuwider, ehrlich gesagt. Meine Message in diesem Artikel ist eigentlich der Hinweis darauf, dass sich im Bereich CarSharing nach langen Jahren der Quasi-Wettbewerbslosigkeit für Mobility etwas tut und sich neue Geschäftsmodelle anbahnen. Abgesehen davon, dass Uber in diesem Thema sicher noch eine Rolle spielen wird.

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