Siroop - eine Zangengeburt?

Heute also wird die von "ganz oben" verordnete neue Onlineshop-Plattform endgültig lanciert. Nach einer auffallend langen Phase des Beta-Releases. Ich kann mich nicht an eine annähernd gleich langen Anlauf erinnern.

Ich habe bereits im November 2015 die Plattform von Coop und Swisscom - deren Verwaltungspräsident Herr Loosli ist - mit meinen Studierenden analysiert. Hier mein damaliger Auftrag an die Studierenden: Digital Marketing.

Und hier die Blogeinträge der Studierenden: 

Das digitale Abenteuer
Blogschrift
Digital Marketeers
Bubblidig
Marketing Adventures

Die Meinungen waren damals einhellig: unbrauchbar!

Heute also der grosse Auftritt bei 20 Minuten. Ein nicht gerade billiger Auftritt, wenn man vier Umschlagseiten von 20 Minuten besetzt. Die einzige Massnahme dürfte es nicht sein. Eine nationale Kampagne in der ganzen Schweiz kostet imer rund eine Million Schweizer Franken.



Interessant auch zu beobachten, dass die  20-Minuten-Redaktion auch gleich das Skandälchen liefert. Es gibt zwischen Inserierung, Zeitpunkt der Empörung und Lancierung der Plattform gar keinen Zusammenhang zur Meldung des "Leser-Reporters".

Der redaktionelle Text ist an schwülstiger Empathie nicht zu überbieten. Wir haben es hier klar mit Storytelling zu tun. Leider sehr plump und durchschaubar. Im Ansatz vielleicht sogar zynisch. Storytelling jedenfalls stelle ich mir so nicht vor.



Wie nun mein erster optischer Eindruck von Siroop? Vermutlich gehöre ich nicht zur Zielgruppe. Alleine die formale Gestaltung, insbesondere aber die Farbwahl entspricht nicht dem was mich animiert einzutreten. Zur Funktion, der Benutzerführung und dem Angebot und Preisen kann ich noch gar nichts sagen. Ich liefere in Kürze einen Testbericht.



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