eShopping löst offensichtlich Einkaufstourismus ab

Heute gab die Post bekannt, dass sie täglich 20'000 Luftpolstercouverts und Kleinpakete aus China abwickelt. (Siehe Artikel im Der Bund.) Trotz der krassen Menge ist das kein Geschäft für die Post, weil sie von der chinesischen Post keine ausreichende Kostendeckung erhalten hat. Das soll sich nun ändern.

Bereits im Januar 2016 berichtete 20 Minuten, dass die Post bei den chinesischen Päckli die Kosten nicht decken kann. Ab Grenze bis zum Empfänger der Sendung zahlt die Post die Zeche, resp. wir alle, die nicht in China einkaufen und der Post eklatante Gebühren zahlen müssen. Im Juni zieht der Tagesanzeiger die Geschichte nach und weiss von einer Verachtfachung des Geschäftsvolumens seit 2012 und anhaltendem Wachstumsraten von gegen 50% zu berichten.

Grafik: Six Group (Handelszeitung)
Auch in dieser Woche berichtete die Handelszeitung, dass der grenznahe Einkaufstourismus nach Deutschland offenbar rückläufig ist. Das zeigt nebenstehende Grafik der Six Group, die die Umsätze mit der Maestrokarten ausgewertet hat.

Die Schweizer Zollverwaltung bestätigt, dass die Mehrwertsteuerzahlungen der Schweizer Einkaufstouristen zwischen 3,4% bis 8,2% (Bei Konstanz) sanken.

Man könnte nun davon ausgehen, dass sich die Schweizer Konsumenten eines besseren Besinnen und sich wieder im Hochpreisland Schweiz mit Waren versorgen.

Nun scheint es aber eine Korrelation zu geben zwischen dem Rückgang bei der Grenzüberschreitung und dem Ansteigen der Einkäufe in China. Dabei sind die chinesischen Lieferanten mit Sicherheit die preisgünstigsten, doch darf man alle anderen Herkunftsländer wie Deutschland, UK (mit einem floatenden Pfund-Kurs seit dem Brexit) und den USA nicht vergessen. Vermutlich versorgen sich die Westschweizer nicht weniger in Frankreich und die Tessiner nicht minder in Italien.


Man kann davon ausgehen, dass das Online-Shoppen definitiv in der Mitte der Schweizer Gesellschaft angekommen ist. Mehr und mehr entwickeln die Konsumenten auch ein preisbewusstes Recherchieren nach den billigsten Preisen. Schade, dass das die Schweizer Online-Anbieter noch nicht akzeptieren wollen. 

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