Warum Storytelling nicht auf Stars angewiesen ist

Hollywood verkauft seine Blockbuster fast immer mit dem Line-up seiner Darsteller. Unbarmherzig finden oft gute bis sehr gute Schauspieler nicht in eine gute Rolle, weil niemand sie kennt. Das führte dazu, dass in Schweizer Kinos fast nur noch Filme laufen, deren Hauptdarsteller man kennt. Wir sollen uns deren Köpfe anschauen und wo das Talent nicht reicht, geizt man nicht mit nackter Haut.

Dabei wäre das eigentlich gar nicht nötig, voraus gesetzt selbstverständlich, die Story ist gut. Wie schwer das ist, belegen auch die schier endlosen Sequal's. Auch diese leben oft vom zum Defacto-Brand gewordenen Film-Titel (Z.B.: Star Wars). Und immer weniger vom Inhalt. Doch so erreicht Hollywood die Massen.

Solches liegt selbstredend fern der Möglichkeiten einer Schweizer KMU. Das sollte aber nicht heissen, dass eine KMU nicht auf Storytelling als Werkzeug setzen sollte.

KMU's sollten sich dem "Minimal Storytelling" bedienen. Dazu braucht es keine teuren Schauspieler, sondern authentische Unternehmer, die hinstehen und ihre Produkte und Dienstleistungen selber vertreten. Ein Unternehmen braucht heute mehr denn je ein Gesicht, auf das man sich verlassen kann. 

Und die Geschichte? Meistens muss man sich nicht krampfhaft etwas aus den Fingern saugen. Entweder existiert ein Unternehmen schon länger und man findet in dessen Historie Ansatzpunkte auf die man aufbauen kann. Sei es, weil die Gründerväter damals eine einschlagende Idee hatten oder weil der Bedarf derart gross war, dass darauf ein Unternehmen aufbauen konnte. In dem Fall liegt der Ansatz für eine Geschichte im damals herrschenden Umfeld. Handelt es sich hingegen um ein Start-up der jüngeren Zeit, ist es immer spannend zu erfahren, wie die Gründung zustande kam. Die Jungunternehmer haben vielleicht noch keine "Geschichte", aber aus der Vision kann eine gebaut werden. Bleiben die unauffälligen, "gewöhnlichen" Unternehmen, die weder weltbewegende Produkte erfunden haben und produzieren, noch einzigartige Dienstleistungen erbringen. Wir wissen aus dem Marketing, dass jede Firma ihre USP's haben muss um sich von der Konkurrenz unterscheiden zu können. Daraus lassen sich einfache, aber überzeugende Geschichten schreiben. Sind solche USP's nicht vorhanden, eignet sich der Storytelling-Ansatz als Prozess solche herzuleiten.

Viele Beweise braucht es dazu eigentlich nicht, wie die Fischer Bettwarenfabrik schon seit Jahren zeigt. Das zwischen Schreikrampf und Begeisterung anzusiedelnde Video ist offensichtlich derart gut, dass auch die MIGROS Tochter Sportixx auf schon fast schmerzliche Weise auf "ziemlich einfach" macht:




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